
Industrielle mechanische Antriebstechnik
Die mechanische Antriebstechnik überträgt Bewegung und Leistung zwischen zwei Wellen. FIT vertreibt Rollenketten (Norm ISO 606), Keil- und Synchronriemen, Riemenscheiben, Kettenräder, abnehmbare Naben, Gleitlager und Zubehör aller großen Marken (SKF, Optibelt, Gates, Renold, Tsubaki). Genormte Komponenten nach DIN/ISO für Ketten-, Riemen- oder Reibantriebe.
Über Antriebstechnik
Die mechanische Antriebstechnik gliedert sich in drei große Familien: Kettenantrieb (formschlüssige Hochlastübertragung), Riemenantrieb (Keil- oder Synchronriemen) und Zahnradgetriebe. Die Auswahl richtet sich nach der zu übertragenden Leistung, dem Übersetzungsverhältnis, dem Achsabstand, der Präzision und dem Geräuschpegel.
Rollenketten nach ISO 606 (europäische Reihen 06B bis 24B, amerikanische 35 bis 240) decken Leistungen von einigen kW bis zu mehreren hundert kW ab und erfordern eine regelmäßige Wartung durch Schmierung. Synchronriemen (Profile HTD, STD, AT, GT) eliminieren den Schlupf und eignen sich für Antriebe, die Synchronität verlangen (Achsantriebe, Steuerungen). Keilriemen (Querschnitte SPZ, SPA, SPB, SPC nach DIN 7753) tolerieren Überlasten besser und dämpfen Pulsationen.
Riemenscheiben und Kettenräder werden auf der Welle mittels Passfeder (DIN 6885), abnehmbarer Taper-Lock-Nabe (Reihen 1008 bis 5050) oder Spannhülse montiert. Die abnehmbare Nabe erleichtert die Demontage und Wiedermontage ohne Abzieher. Selbstschmierende Gleitlager (Sinterbronze, PTFE-Polymer, Stahl-Bronze-Verbund) ersetzen das Wälzlager bei Anwendungen mit niedriger Drehzahl und schwingenden Belastungen. Für langlebige Antriebe sollten Sie eine Laserausrichtung und einen automatischen Riemenspanner vorsehen.
Häufige Fragen — Antriebstechnik
Wie wählt man zwischen einem Ketten- und einem Riemenantrieb?
Die Auswahl hängt von der Art Ihrer mechanischen Anwendung ab. Die Kette, insbesondere Rollenketten nach ISO 606, eignet sich für formschlüssige Hochlastantriebe, die eine hohe Robustheit erfordern. Wenn Ihre Anlage hingegen schlupffrei arbeiten muss, bevorzugen Sie den Synchronriemen mit Zahnprofil. Der Keilriemen nach DIN 7753 ist seinerseits vorzuziehen, da er Pulsationen dämpft und Überlasten im Betrieb besser toleriert.In welchen Fällen sollte man ein Gleitlager statt eines Wälzlagers verwenden?
Das Gleitlager wird für spezifische Anwendungen mit niedriger Drehzahl oder schwingenden Belastungen empfohlen. Im Gegensatz zu Wälzelementen arbeitet es durch Gleitkontakt und ist in selbstschmierenden Ausführungen aus Sinterbronze (DIN ISO 4379), als Stahl-Bronze-PTFE-Verbund oder aus technischen Polymeren erhältlich. Diese Lösungen sind besonders geeignet für verschmutzte Umgebungen, in denen eine einfache Konstruktion und Verschleißfestigkeit durch Gleiten gefordert sind.Welche Vorteile bieten Befestigungssysteme vom Typ Taper Lock?
Die abnehmbaren Taper-Lock-Naben, erhältlich in den Reihen 1008 bis 5050, optimieren die Wartung Ihrer Komponenten aus der Kategorie Riemenscheibe - Nabe - Kettenrad. Diese Vorrichtung ermöglicht eine schnelle Montage und Demontage auf der drehenden Welle ohne Einsatz eines Abziehers. Diese Lösung erleichtert technische Eingriffe somit erheblich im Vergleich zu einer herkömmlichen Befestigung mit Passfeder nach DIN 6885 und gewährleistet gleichzeitig eine zuverlässige Verbindung für Ihre Ketten- oder Riemenantriebe.Welche Kriterien gewährleisten die Langlebigkeit eines Antriebs?
Die Haltbarkeit hängt von der Erstauslegung und einer sorgfältigen Wartung ab. Für einen Kettenantrieb nach ISO 606 ist eine regelmäßige Schmierung unerlässlich, um die übertragene Leistung aufrechtzuerhalten. Bei Riemenantrieben werden die Integration eines automatischen Spanners und die präzise Kontrolle der Ausrichtung, idealerweise per Laserausrichtung, empfohlen. Auch die Einhaltung der Montagespezifikationen über die Komponenten der Familie Riemenscheibe - Nabe - Kettenrad ist entscheidend, um vorzeitigen Verschleiß des gesamten mechanischen Systems zu vermeiden.Welche Lösung sollte man für einen Antrieb mit perfekter Synchronität bevorzugen?
Für Achsantriebe oder Steuerungssysteme, die absolute Synchronität erfordern, stellen Synchronriemen die geeignete technische Lösung dar. Mit spezifischen Profilen wie HTD, STD, AT oder GT eliminieren sie den Schlupf, der Reibantrieben innewohnt. Sie gewährleisten somit eine konstante Präzision zwischen den drehenden Wellen, im Gegensatz zu Keilriemen, die zwar effizient für die Leistungsübertragung sind, jedoch nicht die gleiche Genauigkeit der Bewegungssynchronisation garantieren.
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